Universität Osnabrück

Institut für Erziehungswissenschaft


Navigation und Suche der Universität Osnabrück


Hauptinhalt

Topinformationen

Familienerziehung im Generationenvergleich. Eine Studie zu Erziehungspraxen und alltagstheoretischen Entwicklungskonzepten ost- und westdeutscher Väter und Mütter zweier Elterngenerationen.

Pressemeldung

Familienerziehung im Generationsvergleich - Deutsche Forschungsgemeinschaft stellt 370.000 Euro zur Verfügung

Wie strukturieren Eltern heute ihren Alltag? Welche Erziehungspraktiken verwenden sie und welchen Vorstellungen kindlicher Lern- und Entwicklungsprozesse folgen sie? Wie sehen die Erziehungsvorstellungen im Vergleich zur Großeltern- generation aus? Auf diese und weitere Fragen will ein Projekt an der Universität Osnabrück unter Leitung von Prof. Dr. Hans-Rüdiger Müller Antworten finden. Die Deutsche Forschungs- gemeinschaft (DFG) stellt dafür rund 370.000 Euro zur Verfügung.

mehr lesen

Projektflyer

Hier finden Sie den aktuellen Flyer zu unserem Projekt.

Flyer

Kontakt

Christoph Kairies, MA. und Sylvia Rihm, M.A.

Heger-Tor-Wall 9
(Gebäude 43, Raum 211)
49074 Osnabrück

Projektemailadresse: fage@uni-osnabrueck.de 

Email: christoph.kairies@uni-osnabrueck.de
Email: sylvia.rihm@uni-osnabrueck.de 

 

 

Kurzcharakteristik:

Vor dem Hintergrund des in den letzten Jahrzehnten erfolgten Wandels familialer Lebensformen, des strukturell bedingten Zuwachses an Freiheitsräumen zur Gestaltung innerfamilialer Beziehungen und der steigenden gesellschaftlichen Erwartungen an die Erziehungs- und Bildungsleistungen von Familien geht die geplante Studie der Frage nach, wie Eltern heute das (potentiell) enttraditionalisierte Familienmilieu mental und praktisch aktiv strukturieren. Das Projekt beabsichtigt einen Vergleich der heutigen Elterngeneration mit der vorangegangenen Elterngeneration ihrer Väter und Mütter sowohl in Ost- als auch in Westdeutschland, um Unterschiede sowohl innerhalb der Generationen als auch zwischen den Generationen in der Ausgestaltung der pädagogischen Freiheitsräume unter den jeweiligen gesellschaftlichen Bedingungen herauszuarbeiten. Das Sample wird systematisch nach Generationenzugehörigkeit, sozialgeografischer Herkunft (Stadt/Land, Ost-/Westdeutschland) und Bildungsabschluss (Hochschulreife oder darunter) der befragten Eltern quotiert und nach weiteren Kriterien (Lebenslage, Familienform) diversifiziert. Anhand von themenzentrierten Interviews mit narrativen Anteilen sollen Erziehungspraktiken und alltagstheoretische Konzepte kindlicher Entwicklung beider (in familialen Beziehungen miteinander verbundenen) Elterngenerationen sowie die von den Befragten selbst hergestellten biografisch-zeitgeschichtlichen Bezüge (oral history) empirisch rekonstruiert und vor dem Hintergrund der Forschungsliteratur zu generationsspezifisch-historischen Bedingungen des Familienlebens und der jeweiligen gesellschaftlichen Erwartungen an die Familienerziehung (Generationenlage, öffentliche Erziehungs- und Familiendiskurse) interpretiert werden.

Zwischen beiden Generationen liegen gravierende gesellschaftliche und politische Veränderungen, die im Hinblick auf den generationenbezogenen Vergleich elterlicher Entwicklungskonzepte und Erziehungspraktiken bedeutsam sind: (1) die Teilung Deutschlands in Ost und West, die Wende in Ostdeutschland und die Wiedervereinigung sowie, das Ende des Kalten Krieges; (2) ein starker Globalisierungsschub mit neuen politischen Steuerungsstrategien, insbesondere in der Wirtschafts-, Sozial-, Familien- und Bildungspolitik; (3) der Ausbau außerfamilialer Bildungsangebote (Kindertageseinrichtungen, Ganztagsschulen); (4) die technische Revolution in der Informations- und Kommunikationstechnologie mit den Chancen und Risiken neuer Kulturzugänge und sozialer Vernetzungen. Diese Entwicklungen werfen die Frage auf, wie sich jeweils die familiale Erziehungspraxis generationsspezifisch auf die neuen Herausforderungen eingestellt hat.

Laufzeit: 

01.04.2017-31.03.2020

Projektleitung: 

Prof. Dr. Hans-Rüdiger Müller

MitarbeiterInnen: 

Sylvia Rihm, M.A.
Christoph Kairies, M.A.

Studentische Hilfskräfte: 

Elli Kowert, B.A.
Niklas Ellerich, B.A.

Drittmittelgeber: 

DFG

Publikationen:

  • Müller, Hans-Rüdiger: Zur historischen Rekostruktion von Erziehungspraktiken in Elternbiographien. In: BIOS, 2017 (in Vorbereitung)
  • Müller, Hans-Rüdiger; Rihm, Sylvia; Kairies, Christoph: Familiale Freiheitsräume. Zur intergenerationalen Transformation der „Verhandlungsfamilie“ seit den siebziger Jahren. In: Meike Sophia Baader und Rita Casale: Jahrbuch für Historische Bildungsforschung 24 (2018), Schwerpunkt: Generationen- und Geschlechterverhältnisse in der Kritik - 1968 revisited, (in Vorbereitung). 
  • Müller, Hans-Rüdiger: Familienkindheit im Generationenvergleich (Vortrag auf der Jahrestagung der DGfE-Kommission "Pädagogik der frühen Kindheit, 2017; Publikation in Vorbereitung).

Topinformationen